Montag, 24. September 2012

5 Seetage auf der "Carnival Spirit"

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Ich gebe zu, wir wussten überhaupt nicht, was uns erwartet. Fünf Tage zusammen mit 2500 Amerikanern auf engstem Raum, dazu ein komplett anderes Kreuzfahrtkonzept, als man es z.B. von AIDA kennt. Aber wir sind positiv überrascht worden.

Die Amis sind ein außerordentlich höfliches und zuvorkommendes Völkchen. Es gibt kein Dedrängel am Buffet, alle stellen sich an, keiner motzt herum. Dss kennen wir gerade von unseren südeuropäischen Nachbarn ganz anders. In diesem Sinne sind die Nordamerikabewohner also wohltuend anders. Allerdings benehmen sie sich auch so, wie man es erwartet: sie lassen keine Party aus und haben auch kein Problem damit, sich vor aller Augen lächerlich zu machen. Kurz: eigentlich ganz sympatisch, diese Amis.

Nun haben wir vier von fünf Seetagen hinter uns und heute ist der erste Tag, an dem wirkliches Badehosenwetter herrscht. Je weiter wir Richtung Süden kommen, desto besser wird das Wetter und der bisher recht starke Wind ist heute weniger kalt und auch weniger stark. Heute haben wir also blauen Himmel, ein paar Schäfchenwolken und etwa 28 Grad. Hawaii -- wir kommen!
Das Meer ist bisher sehr ruhig. Nur vereinzelt sieht man kleine Schaumkrönchen, aber wir haben uns den Pazifik viel rauher vorgestellt. Eine leichte Dünung ist alles, was das Schiff derzeit bewegt.
Das Essen an Bord ist auch sehr gut. Das Frühstück ist wie erwartet amerikanisch, mit Eiern, Ham, Speck und Bohnen. Allerdings gibt es auch reichlich Süßkram, sowie eine Ecke für die "Kontinentalen" mit Marmelade, Brot und Aufschnitt.

Das Mittagessen ist in Buffetform. Es gibt reichlich Auswahl und ist von hervorragender Qualität. Gerade die Asia-Ecke mit frischen asiatischen Gerichten direkt aus dem Wok hat es uns angetan.
Das Abendessen gibt es wahlweise a la Carte oder auch am Buffet, wobei wir aber meistens ersteres vorziehen. Das Buffet ist eher klein und abends auch nicht sonderlich toll eingerichtet. Wir haben das "Your Tinme Dining" gewählt. d.h. wir können irgendwann zwischen 17 und 21 Uhr zum Abendessen erscheinen. Bisher war immer ein Tisch frei, falls nicht, bekommt man einen Beeper und wird schiffsweit informiert, wenn ein Tisch frei ist.

Bisher gefällt uns die Reise also sehr gut. Das Schiff ist schön, allerdings für unsere Freunde etwas zu "verkitscht" eingerichtet. Die Abendunterhaltung erstreckt sich Comedians (die man allerdings als nicht-muttersprachler nicht versteht) über zahlreiche Solo-Künstler und diverse Bands bis hin zu abendlichen Shows. Allerdings geht uns das all-abendliche Geschwafel vom Kreuzfahrtdirektor Stu so dermaßen auf die Nerven, dass wir uns lieber in der Piano-Bar berieseln lassen.

Übermnrgen erreichen wir unseren ersten Hafen, Kona auf Hawaii (Big Island). Kona ist ein Tenderhafen, d.h. das Schiff wird nicht anlegen. Seit Tagen bereitet uns Stu auf das Tendern vor -- eine Prozedur, die den gemeinen Amerikaner offensichtlich völlig überfordert, denn anders sind die tagelangen Beschallungen nicht erklärbar. Wir sind gespannt, wie viele Amis ins Wasser fallen, weil sie an Land gehen wollen.

Bis dahin -- Aloha!

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